Die angenommene – aber bislang unbewiesene – Bereitschaft der Fed zu aggressiven Zinssenkungen dürfte nicht nur aufgrund der globalen Konjunkturschwäche und Wachstumsschwäche bestehen. Die niedrigen Inflationserwartungen geben zunehmend Anlass zu Sorge.


1. Zinssenkungen der Fed dürften primär von Wachstumssorgen getrieben sein, verstärkt durch die Handelskonflikte.

Die augenscheinliche Kehrtwende der Fed von Zinserhöhungen hin zu Zinssenkungen ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Es bestehen offensichtlich Bedenken im Hinblick auf den US-Wachstumsausblick, die teilweise auf die Verschärfung des Handelskonflikts zurückzuführen sein dürften. Die Hoffnung auf eine schnelle Beilegung dieses Konflikts schwindet. Es herrscht (zumindest derzeit) kein akuter Druck, die Zölle in Höhe von 25% auf chinesische Importe im Wert von 200 Mrd. USD rückgängig zu machen, die Untersuchung im Zusammenhang mit Zöllen auf Automobilimporte geht weiter und es droht nach wie vor eine Zuspitzung im Zusammenhang mit Zöllen in Europa (Ausbau der Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland), Mexiko (das jüngste „Abkommen“ erweist sich als nicht angemessen) und anderen Regionen.

 

2. Niedrige Inflation ist nicht nur ein Problem von EZB und BoJ, sondern bereitet zunehmend auch der Fed Sorgen.

Es steigt die Angst vor Inflation, bzw. vielmehr vor unzureichender Inflation. Die Situation in den USA diskutieren wir auf den Seiten 2 bis 7. Die jüngsten Daten zur Verbraucherpreisinflation in USA enttäuschten, und der Fokus verlagert sich auf die privaten Konsumausgaben, die am 28. Juni veröffentlicht werden. Einige Fed-Mitglieder brachten auch ihre Bedenken im Hinblick auf eine trotz der scheinbaren Stärke des Arbeitsmarktes zu geringe Inflation zum Ausdruck, und wahrscheinlich wird die Fed eher zu früh als zu spät reagieren, um die Inflationserwartungen bei einem Niveau von rund 2% zu verankern. Auf einer geldpolitischen Arbeitssitzung setzte sich die Fed zuletzt auch mit dem Argument auseinander, wenn die Inflation eine Zeit lang über dem Zielwert bliebe. Das alles könnte den Druck auf die Fed verstärken, schneller eine gemäßigtere Geldpolitik zu verfolgen. Allerdings möchten wir betonen, dass die Markterwartungen von drei Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr aus unserer Sicht übertrieben sein könnten, und Enttäuschungen durchaus möglich sind.

 

3. In Indien wurden die Leitzinsen gesenkt. Druck bleibt aber weiter bestehen.

In anderen Regionen verfolgt man eine traditionellere Geldpolitik. Die Reserve Bank of India hat gerade ihre dritte Zinssenkung dieses Jahres vorgenommen. Sie hatte eindeutige Gründe: Verlangsamung des Wachstums und Spielraum aufgrund fallender Inflation, sowie ein gewisses Nachlassen des externen Finanzierungsdrucks. Wir gehen jedoch auch darauf ein, dass in H2 2019 verschiedene Faktoren erneut für Druck auf die indische Volkswirtschaft sorgen könnten.

 

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