Unsere Überlegung

 

Die Aktienbewertungen sind zu Jahresbeginn 2020 sehr hoch, und der gefühlte Mangel an Alternativen allein dürfte nicht ausreichen, um die Bewertungen noch viel weiter steigen zu lassen. Ein Gewinnwachstum im moderaten einstelligen Prozentbereich dürfte aber für Unterstützung sorgen, und weitere Steigerungen der Aktienindizes erscheinen wahrscheinlich.

 

In den vergangenen drei Jahren wurden die Aktienindizes vor allem von „Wachstumstiteln“ getrieben (diejenigen, die vermutlich stärker wachsen als der Gesamtmarkt), unterstützt von der „Magie“ niedriger Zinsen. „Value“-Aktien haben hingegen kaum einen Beitrag geleistet (d.h. Titel mit einem niedrigen Kurs gemessen an ihren Fundamentaldaten). Unserer Einschätzung nach dürfte der Bewertungsunterschied zwischen den beiden Anlagestilen jetzt aber seinen Höhepunkt erreichen.

 

Dividenden sollten sowohl als Werttreiber als auch als Cashflowquelle nicht vernachlässigt werden. Die Dividendenrenditen, die in vielen Industrieländern höher sind als die Anleiherenditen, können das höhere Risiko von Aktien weiterhin rechtfertigen und auch für Ertragsgenerierung wichtig sein.

 

 

Unsere Empfehlung

Robuste Aktienstildiversifikation

  • Langfristig spricht immer noch vieles für reale Werte, und 2020 könnte ein Übergangsjahr werden. Anfang des Jahres wird es sowohl in Bezug auf den Anlagestil als auch in Bezug auf die Regionen zu einer Rotation kommen; deshalb ist ein solider Portfolioaufbau entscheidend.

 

„Growth“ vs. „Value“ überdenken

  • Eine ausgewogenere Positionierung in Bezug auf „Growth“ gegenüber „Value“ ist für 2020 in Betracht zu ziehen. Einige qualitativ hochwertige „Value“-Aktien könnten reelle Chancen bieten.

 

Auf defensive Werte und vorhersehbare Cashflows achten

  • Auf Sektorebene sehen wir ebenfalls Möglichkeiten in globalen Industrieunternehmen, sowohl in absoluter als auch in relativer Hinsicht. Der Fokus sollte jedoch auf nachhaltigen Dividenden liegen – solche, die aus dem Einkommen gezahlt werden können, ohne die Bilanz eines Unternehmens zu gefährden.

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Hinweis: Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Die hier dargelegten zukunftsgerichteten Erklärungen stellen die Beurteilung des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Materials dar. Zukunftsgerichtete Erklärungen beinhalten wesentliche Elemente subjektiver Beurteilungen und Analysen sowie deren Veränderungen und/oder die Berücksichtigung verschiedener, zusätzlicher Faktoren, die eine materielle Auswirkung auf die genannten Ergebnisse haben könnten. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, welche sich als falsch heraus stellen können.