CIO Ausblick 2021 Update: Lichtblicke

CIO Ausblick 2021 Update: Lichtblicke

In unserem jüngsten vierteljährlichem CIO Insights Report bewerten wir die Erholung der Weltwirtschaft von der COVID-19 Pandemie sowie die möglichen Stürme, die noch vor uns liegen könnten.

Es gibt durchaus Lichtblicke in der Weltwirtschaft. Bis zum zweiten Halbjahr 2021 sind die Öffnungen vermutlich in vielen Volkswirtschaften erheblich weiter als heute. Dennoch werden nicht alle auf der Sonnenseite stehen, und erhebliche Risiken werden bestehen bleiben.

 

Da in vielen Volkswirtschaften die Impfungen voranschreiten, dürften immer mehr Lockdown- beschränkungen aufgehoben werden, und das BIP-Wachstum dürfte ab dem zweiten und dritten Quartal 2021 Fahrt aufnehmen. Es dürfte ein Jahr mit hohen Wachstumszahlen werden: Wir prognostizieren in den USA 5% BIP-Wachstum für das Gesamtjahr 2021 – das ist der höchste Wert seit 1984, wenn auch als Folge einer schweren Rezession. Auf Seite 23 finden Sie eine tabellarische Übersicht unserer Prognosen.

Die Märkte rechnen schon länger mit einem Wirtschaftsaufschwung und sind deshalb bereits 2020 wieder gestiegen. Jetzt konzentrieren sich die Märkte darauf, was die Erholung bedeuten könnte, insbesondere in Bezug auf die Inflation – die potenziellen Auswirkungen in diesem Bereich haben wir bereits in unserem CIO Insights Ausblick für 2021 mit dem Titel Tektonische Verschiebungen: Ein Blick jenseits der COVID-19-Pandemie beleuchtet. Einige im Ausblick erwähnte Folgen (z.B. eine Schuldenexplosion) zeigen sich bereits, andere dürften im Lauf des Jahres in den Mittelpunkt rücken. Die 2021 zu erwartenden Folgen fassen wir in Abbildung 1 zusammen. 

„Die Weltwirtschaft dürfte nicht so schnell zum Zustand von vor der Pandemie zurückkehren, zudem dürfte der Normalisierungsprozess holprig werden."

Christian Nolting

Globaler CIO, Deutsche Bank International Private Bank

Wir werden also vielleicht durchaus zum Zustand vor Corona zurückkehren können, aber nicht so schnell; zudem hat die Pandemie bereits bestehende Trends verstärkt, was bedeutet, dass die Normalisierung unter Umständen holprig verläuft. Wie wir bereits in unserem ursprünglichen Ausblick für 2021 gesagt haben, hat sich die Welt verändert – für jeden einzelnen, für Unternehmen wie auch für den Staat. Anleger sollten sich an das alte Sprichwort halten: „Wenn sich der Himmel am Abend rot färbt, gibt es schönes Wetter; doch wenn er sich am Morgen rot färbt und trübe ist, gibt es Sturm.“

 

Die anfängliche Helligkeit rund um die Morgendämmerung des wiederaufgenommenen Wirtschaftswachstums kann in der Tat etwas raueres Wetter verbergen, das dahinter auftauchen könnte. Nach einer Phase mit hohem Wachstum dürften die Investoren zwei Fragen stellen: Was sind die Konsequenzen der jüngsten Entwicklungen? Und wie geht es jetzt weiter?

 

Das bedeutet, Anleger brauchen Portfolios, die in der Lage sind, Stürme zu überstehen – mit einer strategischen Allokation und bei Bedarf mit einem zusätzlichen Risikomanagement. Die Märkte blicken wie gesagt immer nach vorn. Auch wenn die Geld- und Fiskalpolitik offenbar die Grundlage für eine konjunkturelle Erholung gelegt haben, ist immer noch unklar, ob es ihnen auch gelingt, ihr zweites, unausgesprochenes Ziel zu erreichen, nämlich die Stabilität der Finanzmärkte zu gewährleisten. So soll verhindert werden, dass Turbulenzen den Aufschwung aus der Bahn werfen könnten. Im Februar und im März hat die Marktvolatilität im Zusammenhang mit einer Änderung der Inflationserwartungen gezeigt, wie schwierig dies ist und dass der Einfluss der Zentralbanken unter Umständen begrenzt ist. 

 

Außerdem kann es im Lauf des Jahres noch zu weiteren unruhigen Marktphasen kommen – entweder als Folge der Coronakrise (z.B. durch Überschuldung) oder aufgrund von Innovationen, die unabhängig von der Pandemie sind (z.B. digitales Zentralbankgeld). Die Sorgen der Investoren könnten sich in den kommenden Monaten auch auf die höheren Inflationserwartungen richten, ausgelöst durch höhere Inflationsraten im Vergleich zum Vorjahr. Vor einem Jahr waren insbesondere die Ölpreise durch die Rezession sehr niedrig. Demnach sollte effektives Risikomanagement ein Teil jedes Portfolios sein.

 

Anleger sollten jedoch auch über die kurzfristigen Marktschwankungen hinausdenken und längerfristige Investment identifizieren: Davon gibt es in unserer schnelllebigen Zeit jede Menge. Ab Seite 17 gehen wir auf wahrscheinliche Entwicklungen unserer zentralen Investmentthemen ein. Diese lassen sich durch die Oberthemen Technologie, Demographie und Nachhaltigkeit (TEchnology, Demographics und Sustainability, kurz TEDS) zusammenfassen. Diese Themenkomplexe sollten auch weit über das Jahr 2021 hinaus für Anleger relevant sein. 

 

Hier können Sie ein druckerfreundliches PDF des vollständigen Berichts herunterladen. 

 

5-investments-CIO-2021-Outlook.jpg

Zentrale Investmentthemen

Das TEDS-Dreieck: Technologie | Demographie | Nachhaltigkeit 

1-our-daily-lives-CIO-2021-Outlook.jpg

Folgen im Jahr 2021

 

Erfahren Sie mehr über unsere Investitionsauswirkungen für 2021 in unserem Jahresausblick 2021, der im Dezember 2020 veröffentlicht wurde.

Der Inhalt und die Materialien auf dieser Website können als Marketingmaterial betrachtet werden. Der Marktpreis einer Investition kann sowohl fallen als auch steigen, und Sie erhalten möglicherweise nicht den ursprünglich investierten Betrag zurück.   Die auf diesen Webseiten enthaltenen Produkte, Dienstleistungen, Informationen und / oder Materialien sind möglicherweise nicht für Einwohner bestimmter Gerichtsbarkeiten verfügbar. Bitte beachten Sie die Verkaufsbeschränkungen für die betreffenden Produkte oder Dienstleistungen, um weitere Informationen zu erhalten. Die Deutsche Bank gibt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Potenzielle Anleger sollten sich vor Abschluss einer Anlage von ihren eigenen Steuerberatern und / oder Anwälten beraten lassen.