Bislang ordentliche Q4-US-Unternehmensberichte sorgten in den letzten Tagen für steigende Kurse. Es gilt aber, die Volatilität im Auge zu behalten: Eine Reihe ungelöster (geo-) politischer Probleme könnte – ebenso wie künftige Veränderungen in den Unternehmensgewinnerwartungen – für Unruhe sorgen


1. Der Start der Q4-US-Berichtssaison legt weiter starkes Gewinnwachstum nahe, aber künftige Revisionen könnten das ändern.

Nach dem turbulenten Ende des Jahres 2018 reagieren die Märkte auf die ersten Veröffentlichungen der aktuellen US-Gewinnsaison Q4 erleichtert. Das Gewinnwachstum in Q4 dürfte erwartungsgemäß deutlich positiv bleiben. Der Konsens geht von 11,2% aus. Wie immer lohnt es sich, hinter die Daten in den Schlagzeilen zu blicken, da die Abwärtskorrekturen durch die Analysten zunehmen und die Anleger genaueres über die Auswirkungen des Handelsstreits und der schwächeren chinesischen Volkswirtschaft auf die multinationalen US-Unternehmen wissen wollen. Da sich der Regierungsstillstand fortsetzt, nehmen auch die Bedenken zu, dass er nachhaltigere Folgen für die Realwirtschaft haben und zu einer Abschwächung von Unternehmens-und Verbrauchervertrauen führen könnte, die unter Umständen länger anhalten könnte als der Stillstand selbst.

 

2. Daten aus der Eurozone deuten auf eine sich abschwächende Dynamik und der Brexit hat das Potenzial, für höherer Volatilität zu sorgen.

Auch beim makroökonomischen und politischen Ausblick in anderen Ländern und Regionen ist Vorsicht geboten. In der Eurozone geht die Industrieproduktion zurück und die Inflationswerte bleiben hartnäckig niedrig, auch wenn in Deutschland möglicherweise eine technische Rezession verhindert werden konnte. Das Brexit-Drama setzt sich fort, da der Plan von Premierministerin May am Dienstag vom britischen Parlament abgelehnt wurde. Das GBP stieg im Anschluss, aber noch ist es zu früh, um auf einen „weichen Brexit“ oder „keinen Brexit“ zu schließen, auch wenn eine Verlängerung der Frist nach Artikel 50 wahrscheinlicher wird. Theresa May ist jetzt in parteiübergreifende Diskussionen um mögliche Alternativen involviert, über die das Parlament am 29. Januar debattieren wird. Eventuelle Fortschritte dürften jedoch nicht reibungslos erzielt werden, und die Volatilität an den Märkten könnte hoch sein.

 

3. Handelszahlen haben in China zu Bekenntnissen über weitere Stimuli geführt. Indonesien würde ein weniger starker US-Dollar helfen.

In Asien gab es diese Woche gute und schlechte Nachrichten. In China führte die Veröffentlichung enttäuschender Außenhandelsdaten für Dezember Anfang dieser Woche dazu, dass die Regierung weitere Stimulierungsmaßnahmen versprach. Infolgedessen erholten sich die Finanzmärkte. Dennoch dürften Sorgen, wie effizient diese Maßnahmen sein und wie schnell sie wirken werden –bzw. um das mögliche Ausmaß der Verlangsamung des Wachstums –bestehen bleiben. In Indonesien hat die Notenbank die Leitzinsen unverändert gelassen, und der Druck auf die Indonesische Rupiah (IDR) dürfte 2019 deutlich geringer sein als letztes Jahr. Vieles wird von der zukünftigen Entwicklung des US-Dollars abhängen, eines unserer sechs Themen für 2019. Ein Anstieg des US-Dollars im Jahr 2019 könnte vergleichsweise bescheidener ausfallen, was Indonesien und vielen anderen Schwellenländern zuträglich wäre.

 

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