Der Oktober war für die internationalen Aktienmärkte hart, aber eine Erholung scheint jetzt wahrscheinlich. Volatilität dürfte aber ein Thema bleiben, da die Märkte stärker auf geopolitische Entwicklungen achten als auf wirtschaftliche Fundamentaldaten. Die Wahrnehmung kann deutlich von der Realität abweichen.


1. Der Oktober war ein anspruchsvoller Monat für Aktien, aber eine Reihe von Faktoren spricht für eine bevorstehende Erholung.

Der Oktober endete für die internationalen Aktienmärkte positiv, da die guten Meldungen zu Unternehmensgewinnen aus den USA und Europa in den letzten Tagen Auftrieb verliehen. Der Oktober insgesamt war jedoch strapaziös: Der S&P 500 fiel um mehr als 6%, der StoxxEurope 600 um mehr als 5% und der Hang Seng Index um mehr als 10%. Wie bereits gesagt ist in dem spätzyklischen Umfeld mit erhöhter Volatilität zu rechnen, und auch im Vorfeld der US-Zwischenwahlen sind größere Schwankungen üblich. Mehrere Faktoren sprechen aber für eine künftige Erholung der Aktienmärkte: Die Gewinne in den USA bleiben unterstützend und die Erfahrung aus der Vergangenheit zeigt, dass sich die Märkte nach Zwischenwahlen in den USA erholen, auch wenn diese zu einer „gespaltenen Regierung“ führen. Wir haben kürzlich darauf hingewiesen, dass wir von chinesischen Aktien in hohem Maße überzeugt sind. Für die Aktienmärkte der Industrieländer zeigen unsere 12-Monatsprognosen, dass von den aktuellen Niveaus aus ordentliche Zuwächse möglich sein dürften. Eine positive Entwicklung könnte allerdings durch Phasen hoher Volatilität unterbrochen werden.

 

2. Verschiedenartige globale Probleme dürften die Volatilität hoch halten, wie man zuletzt beim Ölpreis sehen konnte.

In einem spätzyklischen Umfeld ist höhere Volatilität keine Überraschung. Sie könnte jedoch in diesem Fall durch eine Verlagerung des Schwerpunkts der Märkte zusätzlich gefördert werden. Wie im folgenden diskutiert, sind Korrekturen an den US-Märkte in der Vergangenheit häufig auf der Basis von fundamentalen und messbaren Problemen wie Wirtschafts-und Gewinnrezession, Bewertung oder unkontrollierbarer Inflation aufgetreten. Derzeit scheint sich aber keines dieser Probleme unmittelbar abzuzeichnen. Anstatt dessen scheinen sich die USA und andere Märkte an verschiedenen Ereignissen auf internationaler Ebene zu orientieren: Verlangsamung des Wachstums in Europa und China, Handelskonflikte, Italien, Brexitusw. Es ist schwer abzusehen, wie sich diese Themen entwickeln, und Stimmungsumschwünge in diesem Zusammenhang könnten starke Marktschwankungen auslösen. Eines der jüngsten Beispiele hierfür ist die Entwicklung der Ölpreise im Vorfeld der am 04.11. in Kraft tretenden US-Sanktionen. Bis vor Kurzem ging man davon aus, dass die fehlende iranische Produktion zu einer Angebotsverknappung auf internationaler Ebene führen würde, und die Ölpreise stiegen entsprechend. Inzwischen machen sich die Märkte mehr Sorgen um ein Überangebot, so dass die Ölpreise zurückgegangen sind.

 

3. Von der Stärke des US-Dollars dürfte weiterhin Gegenwind für einige Volkswirtschaften und Anlageklassen ausgehen.

Ein weiterer Faktor, der einen unmittelbaren hemmenden Einfluss auf bestimmte Volkswirtschaften und Märkte hat, ist die US-Dollarstärke. Auch die chinesische Währung steht derzeit im Mittelpunkt des Interesses.

 

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In EMEA und APAC gilt diese Publikation als Marketing Material, in den USA nicht. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, welche sich jederzeit ändern oder als falsch  heraus stellen können. Die Informationen können sich jederzeit verändern und sollten nicht als Empfehlung angesehen werden. Es kann keine Gewähr übernommen werden, dass Anlageziele erreicht oder Ertragserwartungen erfüllt werden.
 
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