Eines unserer 10 Investmentthemen für 2018 lautet „Wachstum übertrumpft Geopolitik", was sich nach wie vor als richtig erweist. Daten aus den USA und zunehmend auch aus Europa haben politische Bedenken hinweggefegt und die Märkte sind weiter angestiegen. Die Probleme bleiben allerdings.


1. Gute Wirtschaftsdaten haben die Finanzmärkte in den USA weiter angetrieben, auch wenn die Märkte in Europa zurückgeblieben sind.

Anhaltend gute Nachrichten zur US-Ökonomie haben die US-Märkte immer weiter steigen lassen. Sie konnten den besten Sommer seit vielen Jahren verbuchen und internationale Aktien im Rekordausmaß übertreffen. Die Märkte in Europa zeigen sich aus diversen Gründen weniger dynamisch. Es sind zunehmende Performanceunterschiede zwischen den diversen europäischen Märkte zu verzeichnen, teils auch aus sektor- oder unternehmensspezifischen Gründen. Die voraussichtliche Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa in den nächsten Monaten könnte jedoch mindestens dazu beitragen, die europäischen Märkte im oberen Bereich ihrer jeweiligen Handelsspannen zu halten. In China fallen bestimmte Daten zwar nach wie vor enttäuschend aus, aber anhaltende politische Intervention beim CNY konnte die chinesischen Aktienmärkte vorerst stabilisieren.

 

2. Das bietet einen guten Rahmen für die Reaktion der Märkte auf weitere Leitzinsschritte. Die US-Outperformance dürfte vermutlich anhalten.

Die jüngsten Entwicklungen an den Märkten lassen zumindest vermuten, dass die Hypothese „gute Neuigkeiten sind schlechte Neuigkeiten“, die die Märkte in den Jahren nach einer Finanzkrise oft beherrschte, jetzt als falsch betrachtet werden kann. Gute Neuigkeiten aus der Ökonomie könnten insofern als negativ betrachtet werden, als sie die Angst des Marktes vor einer geringeren Unterstützung durch die Notenbanken erhöhen. Diese Logik, die die Dinge auf den Kopf stellt, scheint jetzt der Vergangenheit anzugehören, was auf eine positive Reaktion der Märkte auf künftige geldpolitische Straffungen in den USA und anderen Ländern hoffen lässt. Die USA sind hier wie immer Vorreiter und wir rechnen aus diversen Gründen in den noch verbleibenden Monaten dieses Jahres mit einer weiteren relativen US-Outperformance.

 

3. Trotz starken Wachstums kommt es darauf an, an den Finanzmärkten nicht zu sorglos zu agieren: Investiert bleiben, aber absichern, ist die Devise.

Aber sind die Märkte jetzt so stark vom US-Wachstum überzeugt, dass sie andere Probleme bewusst ignorieren? Es ist schwierig, die Lage völlig entspannt zu sehen, während wir offensichtlich immer noch mit einer „traditionellen“ Schulden- und Währungskrise in den Schwellenländern (Türkei) zu kämpfen haben und politische Ereignisse in Europa (italienisches Budget, Brexit) nach wie vor große Risiken darstellen. Die weitere schnelle Abwertung der türkischen Lira in dieser Woche zeigt beispielsweise die anhaltende Anfälligkeit, die auch andere Schwellenländer überschattet. Während wir in China mit einer „sanften Landung“ der Volkswirtschaft rechnen, könnten die Entwicklungen in anderen Emerging Markets weniger positiv sein. Es muss also auch weiterhin mit Volatilität gerechnet werden. Ungeachtet der anhaltenden Kursgewinne am US-Markt bleibt unsere Botschaft daher: „Investiert bleiben, aber absichern“.

 

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In the EMEA region this material is considered marketing material, but this is not the case in the U.S. No assurance can be given that any forecast or target can be achieved. Forecasts are based on assumptions, estimates, opinions and hypothetical models which may prove to be incorrect. Past performance is not indicative of future returns. Investments come with risk. The value of an investment can fall as well as rise and you might not get back the amount originally invested at any point in time. Your capital may be at risk.
 
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