Die globalen Finanzmärkte sind in den letzten Tagen weiter gefallen und die Volatilität dürfte weiter anhalten. Aber wo liegen die Ursachen für die jüngste Korrektur - und könnten sie zu einer fundamentalen Neubewertung der Marktperspektiven führen.


1. Die jüngsten Kursrückgänge wurden durch eine Reihe von Sorgen verstärkt, wie US-Renditeanstieg, China und Italien.

Zu den Problemen, mit denen der Markt derzeit zu kämpfen hat, zählen der jüngste Anstieg der US-Renditen, Probleme in Volkswirtschaft und Märkten in China (die teilweise auf die Handelsspannungen zwischen USA und China zurückzuführen sind) sowie der von Italien vorgeschlagene Staatshaushalt. Des Weiteren machen sich die Märkte Sorgen um den Ausblick für die Ölpreise, und viele fürchten, dass die US-Unternehmensgewinne für Q3 angesichts der derzeit sehr hohen Erwartungen enttäuschen könnten.

 

2. Die Sorgen scheinen lösbar, wir erwarten aber eine über mehrere Monate anhaltende Phase erhöhter Volatilität.

Wir sind davon überzeugt, dass sich diese Probleme letztendlich lösen lassen. Die US-Renditen wurden durch das starke Wachstum in den USA, das erhöhte Angebot an US-Staatsanleihen, die Normalisierung der Geldpolitik der Fed und Sorgen um die Inflation in die Höhe getrieben. Wir sind aber nicht der Ansicht, dass die US-Renditen stärker steigen werden, da die Inflation in den USA unserer Meinung nach nicht wesentlich höher werden dürfte. Höhere Renditen werden für ausländische Anleger interessanter, was Renditeanstiege dämpfen dürfte. Was die Probleme in China betrifft, denken wir, dass politische Maßnahmen und bessere Nachrichten im Handelsstreit zwischen den USA und China gegen Ende des Jahres für bessere Stimmung am chinesischen Markt sorgen dürften. Im Hinblick auf Italien sind wir der Ansicht, dass die italienische Regierung auf den Druck des Marktes reagieren und einen echten Streit mit der EU vermeiden sollte. Die US-Gewinnsituation sehen wir aus den auf der folgenden Seite diskutierten Gründen weiterhin positiv. Probleme im Zusammenhang mit den Rohölpreisen könnten stärker in den Vordergrund rücken, da die Frist für die Sanktionen der USA gegen Iran näher rückt. Wir sind allerdings weiterhin davon überzeugt, dass die Ölförderung anderer Länder Versorgungsengpässe verhindern kann.

 

3. Das globale Wachstum dürfte chancenorientierte Anlagen unterstützen, aber Portfolios sollten gegen Volatilität geschützt werden.

Es lohnt sich, die jüngsten Kursrückgänge im historischen Kontext zu betrachten. Rückgänge des S&P 500 um 5% sind keine Seltenheit - im Durchschnitt erleben wir jedes Jahr etwas mehr als drei davon. Auch dürfte die globale Wirtschaft weiter wachsen - wenn auch etwas langsamer als wir es vor einem Jahr erwartet haben - und das dürfte chancenorientierte Anlagen unterstützen. Eine umfassende Veränderung der allgemeinen Portfolioallokation scheint daher nicht erforderlich, wir denken aber, dass es sinnvoll ist, Portfolios gegen mögliche Folgen einer über mehrere Monate anhaltenden erhöhten Volatilität zu schützen. Zu derartigen Maßnahmen könnten - zusätzlich zu Diversifizierung und Risikosteuerung - Veränderungen in der Branchenausrichtung zählen, die Qualität und Widerstandsfähigkeit der Portfolios erhöhen können.

 

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