Die steigenden Kurse an den Finanzmärkten haben zu einem ansteckenden Optimismus geführt und die Marktteilnehmer sind bei Datenveröffentlichungen (z.B. Einkaufmanagerindex für Chinas Industrie) und politischen Entwicklungen (z.B. bei den Handelsgesprächen USA-China) auf der Suche nach den positiven Nachrichten.


1. Steigende Aktienkurse in den USA – nach dem besten Q1 seit 1998 – beflügeln auch andere Aktienmärkte & chancenorientierte Anlagen.

Der Anstieg des S&P 500 diese Woche folgte auf das beste erste Quartal für diesen Index seit 1998. Die Erholung in den USA war breit basiert und hat andere Aktienmärkte angesteckt: Der Index MSCI World ex-US verbesserte sich in Q1 um 10,6%. Die Entwicklung der Renditeabstände bei Unternehmensanleihen kehrte sich um und auch die Renditen von Staatsanleihen der Kernländer tendierten nach oben. Die Gewinne an den Aktienmärkten könnten auch zum jüngsten Anstieg der Rohölpreise beigetragen haben, auf die sich bereits die anhaltende Produktionsdrosselung der OPEC+-Länder und andere Faktoren, die das Angebot beeinträchtigen, positiv auswirken. Andererseits sorgt die positive Marktstimmung aber auch für Abwärtsdruck auf den Goldpreis.

 

2. Einige bessere Datenpunkte in China deuten an, dass die Politikmaßnahmen allmählich Wirkung auf die Volkswirtschaft entfalten.

Die Märkte begrüßten den Anstieg des Einkaufsmanagerindex für den verarbeitenden Sektor in China im März, der den höchsten Stand seit sechs Monaten erreichte. Das wurde als Hinweis auf den Erfolg der Stimulusmaßnahmen der Regierung gewertet. Weitere positive makroökonomische Signale kamen von einem zweistelligen Wachstum der Stromerzeugung und dem Anstieg von Handel und Frachtsendungen. Die chinesische Volkswirtschaft dürfte die zyklische Talsohle erreicht haben. Um dieser Volkswirtschaft eine gesunde Verfassung zu bescheinigen, ist es allerdings noch zu früh: die Komponente „neue Exportaufträge“ des verarbeitenden Sektors ging im März weiter zurück

 

3. Trotz enttäuschender Daten in Deutschland und anderswo sowie des „Hard Brexit“- Risikos ziehen auch europäische Aktien an.

„Bei Flut steigen alle Boote“ heißt es an der Börse, und Aktien aus Europa machen hier keine Ausnahme. Die europäischen Märkte konnten trotz Enttäuschungen bei den Makrodaten (z. B. Einkaufsmanagerindex) Gewinne verzeichnen. Auch harte Daten aus Deutschland (z. B. Auftragseingänge) zeigten, dass in der größten Volkswirtschaft Europas nicht alles zum Besten steht, und auch die anhaltenden Sorgen zur Auslandsnachfrage belasten. Die Frage ist, wie lange die europäischen Märkte dem Abwärtsdruck durch die wirtschaftlichen Fundamentaldaten standhalten können. Die Brexit-Saga ging unterdessen diese Woche mit zwei neuen Entwicklungen weiter (parteiübergreifende Gespräche, Gesetzgebung im Hinblick auf eine Verlängerung gemäß Artikel 50), was jedoch das Schreckgespenst eines harten Brexit nicht aus der Welt schafft. Die Entwicklung des GBP war diese Woche verhalten und lässt vermuten, dass es - vorerst - nicht unbedingt im Fokus der Märkte liegt.

 

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