Das BIP-Wachstum belegt, dass der aktuelle Konjunkturzyklus in den USA weiterhin intakt ist, der Anleihemarkt signalisiert aber, dass der weitere Weg „steiniger“ werden dürfte. Während Europa noch auf die Brexit-Entscheidung wartet, bekämpfen die offiziellen Stellen in China bereits die Wachstumsschwäche.


1. Die US-Ökonomie ist immer noch robust aber die Schwächesignale aus der Realwirtschaft und vom Rentenmarkt nehmen zu.

Die US-Ökonomie ist die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft in den Industrieländern. Vor dem Hintergrund eines weltweit langsameren Wirtschaftswachstums löst daher das geringste Anzeichen für eine Schwäche der US-Volkswirtschaft bei den Anlegern Bedenken aus. Das BIP-Wachstum in den USA in Q4 2018 wurde auf 2,2% nach unten korrigiert. Es liegt damit unter dem erwarteten Wachstum von 2,3% und deutlich unter den 3,4%, die in Q3 2018 erzielt wurden. Die meisten Bedenken bei den Anlegern löste jedoch die Inversion der US-Renditekurve aus, ein Phänomen, das in der Vergangenheit häufig Rezessionen vorausging. Wir diskutieren, was hinter dieser Entwicklung steckt und warum dieser Frühindikator für Rezessionen irreführend sein könnte.

 

2. Robuste Dienstleister in Europa können die durch Brexit und Schwäche im verarbeitenden Gewerbe bedingte Verlangsamung nicht ganz ausgleichen.

Die Konjunkturentwicklung in Europa bietet wenig, um die Stimmung der Anleger zu heben. Die Situation um den Brexit bleibt festgefahren und alle möglichen Szenarios erscheinen nach wie vor möglich. Die Aktivität im verarbeitenden Sektor in der Eurozone schwächt sich weiter ab, besonders in Deutschland. Als Resultat hiervon fiel die Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen unter die Nulllinie. Der Dienstleistungssektor entwickelt sich dagegen besser, ein Indiz dafür, dass schwache Auslandsnachfrage und eher solider Binnenverbrauch in entgegengesetzte Richtungen weisen. Im folgenden analysieren wir, welchen Einfluss die zahlreichen Abstimmungen im britischen Parlament in dieser Woche hatten und mit welcher Wahrscheinlichkeit wir von einem harten bzw. weichen Brexit ausgehen.

 

3. Schwäche in Handel & Industrie belasten die Gewinne der Industrieunternehmen in China. Geld- & fiskalpolitische Stimuli unterstützen.

Auch die chinesische Volkswirtschaft hat mit schwachen Makrodaten zu kämpfen. Die nationale Statistikbehörde hat enttäuschende Daten für die Industriegewinne in den ersten beiden Monaten des Jahres veröffentlicht. Teilweise ist der Rückgang auf das Datum der chinesischen Neujahrsferien zurückzuführen, aber es sind auch fundamentalere Faktoren im Spiel. Ähnlich wie in Europa, tun sich auch hier die Unternehmensgewinne in der Automobilbranche schwer, während den Konsumgüterunternehmen weiterhin steigende Verkaufszahlen zugute kommen. Die sinkende Inflation liefert Hinweise auf eine abnehmende Preissetzungsmacht der Unternehmen. Die Wirkungen der fiskalpolitischen Stimulus-Maßnahmen dürften erst ab Q3 2019 stärker spürbar werden. Die positiven Folgen der Mehrwertsteuersenkung dürften sich dagegen schneller zeigen.

 

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