Die Anzahl der neu geschaffenen Stellen in der US-Ökonomie enttäuschte, hinzu kommen Sorgen um mögliche künftige Folgen des Handelsstreits. Noch drängendere Ängste um das Wachstum in der Eurozone und in China haben zu weiteren Stimulierungsmaßnahmen geführt, die Wachstumssorgen scheinen aber anzuhalten.


1. Das Stellenwachstum geht zurück und das US-Handelsdefizit im Dezember richtet den Blick auf die Folgen des Handelsstreits.

Die heute veröffentlichten US-Beschäftigungszahlen zeigten einen Anstieg um lediglich 20.000 Stellen, deutlich unter den Erwartungen, obwohl die Löhne weiter stiegen und die Arbeitslosenrate weiter fiel. Die Stärke der US-Verbraucher trug dazu bei, das US-Handelsbilanzdefizit auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt zu treiben. Die Nettoexporte kosteten das annualisierten US-BIP-Wachstums in Q4 2018 rund 20 BP und es ist vorstellbar, dass dieser negative Einfluss auch künftig anhält. Die Finanzmärkte stagnierten zuletzt und warten auf Neuigkeiten von den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Beide Seiten haben gute Gründe, eine Lösung zu finden. Eigentlich stellt sich nur noch die Frage, welchen Umfang die erste Vereinbarung haben wird.

 

2. Die EZB hat die Wachstumsprognose 2019 deutlich gesenkt und weitere Stimuli beschlossen. Derweil wirft der Brexit seine Schatten.

Die EZB korrigierte ihre Wachstumsprognose für 2019 kräftig von 1,7% auf 1,1% und kündigte Stimuli in Form von TLTRO, also neuer gezielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte an. Der Euro ging beim bekannt werden dieser Neuigkeiten merklich zurück. In der nächsten Woche dürfte der Brexit für Schlagzeilen sorgen, da ab Dienstag Abstimmungen über den Ausstiegsvertrag anstehen und – sollte dieser abgelehnt werden – weitere Abstimmungen über ein „No-Deal-Brexit“ sowie die Möglichkeit einer Fristverlängerung (Art. 50). Ein „No-Deal-Brexit“ scheint unwahrscheinlich, kann aber nach wie vor nicht ausgeschlossen werden. Sollte das von Theresa May vorgeschlagene Abkommen akzeptiert werden, würde das den Märkten vermutlich Auftrieb verleihen. Hingegen könnte eine Fristverlängerung gemäß Artikel 50 – die recht wahrscheinlich erscheint – die Märkte merklich in Bewegung bringen. Viel dürfte dann von der Frist einer Verlängerung abhängen, eine längerfristige Verschiebung könnte als Hinweis auf anhaltende Uneinigkeit über mögliche Auswege interpretiert werden.

 

3. China hat die Mehrwertsteuer gesenkt um das Wachstum zu stärken. Die Notenbank Malaysias beginnt eine moderatere Rhetorik anzunehmen.

Chinas Regierung hat diese Woche sowohl eine Abwärtskorrektur der Wachstumsprognosen für 2019 als auch fiskalische Stimuli (Senkung der (Mehrwertsteuer) angekündigt. Es ist mit weiteren Stützungsmaßnahmen zu rechnen. Aber auch andere asiatische Volkswirtschaften reagieren. Die Notenbank Malaysias (BNM) ließ diese Woche ihre Zinsen unverändert, der Kommentar fiel gemäßigter aus, und man gestand Abwärtsrisiken für die malaysische Wirtschaft ein. Die niedrige Inflation dürfte dazu beitragen, dass der BNM etwas Spielraum für eine Lockerung der Geldpolitik bleiben wird.

 

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