Unterstützt von besseren Makrodaten aus China und von Zuversicht bezüglich der Handelsgespräche haben über den Erwartungen veröffentlichte US-Unternehmensgewinne die Märkte weiter angetrieben. Der Kursanstieg dürfte allerdings nicht ewig weitergehen. Gewinnmitnahmen sowie eine Neuausrichtung der Portfolios sind in Betracht zu ziehen.

1. Trotz gemischter Makrodaten legten US-Aktien weiter zu. Die Q1-Unternehmensgewinne erwiesen sich dabei als Unterstützung.

Trotz langsamer wachsender Konsumausgaben und gemischter Signale vom Immobilienmarkt konnten US-Aktien diese Woche aufgrund der unerwartet guten Unternehmensgewinne weiter zulegen. 75% der bisher berichtenden Unternehmen haben die Gewinnschätzungen übertroffen und es ist interessant, dass fast ebenso viele, trotz der jüngsten Bedenken bezüglich einer mangelnden Preissetzungsmacht, ihre Umsatzprognosen übertroffen haben. Insgesamt beschleunigte sich das BIP-Wachstum getrieben von einem Anstieg der Lagerbestände und guten Außenhandelsdaten sowie einem Anstieg der Staatsausgaben (trotz des „shutdowns“ im Januar) in Q1 auf 3,2% (QoQ, annualisiert).

 

2. Derweil dämpfte EZB-Direktoriumsmitglied Coeuré in Europa Erwartungen bezüglich geldpolitischer Stimulierungen.

Jüngste Nachrichten aus der Eurozone geben wenig Aufschluss darüber, was die Anleger von der Geldpolitik erwarten können. Bislang schien es naheliegend, dass die EZB die Wirtschaft mit unkonventionellen Maßnahmen unterstützen würde, mit einem Schwerpunkt auf dem Bankensektor, der nach bisherigen Informationen immer noch durch negative Zinssätze beeinträchtigt wird. Die jüngsten Äußerungen von Benoit Coeuré, einem Mitglied des EZB-Direktoriums, stellen diese Einschätzungen jedoch in Frage. Während die EZB eingeräumt hat, dass die wirtschaftliche Verlangsamung stärker ausfällt als erwartet, hat Coeuré die Erwartungen an den wahrscheinlichen Umfang des zugesagten neuen TLTRO-Programms gesenkt. In Großbritannien hingegen hat die durch den Brexit verursachte politische Lähmung der Wirtschaft bislang nicht annähernd so geschadet wie befürchtet. Hohe Einzelhandelsumsätze, ein starker Arbeitsmarkt und solides Lohnwachstum haben auch die öffentlichen Kassen gefüllt, so dass das Haushaltsdefizit auf dem niedrigsten Stand seit 18 Jahren ist.

 

3. Die Wahl in Indonesien dürfte weiteren Reformen den Weg ebnen, eine erneute Zinssenkung scheint möglich.

Indonesien ist eines der asiatischen Schwellenländer, das im vergangenen Jahr aufgrund seiner hohen auf US-Dollar lautenden Staatsverschuldung am stärksten unter der Aufwertung des US-Dollars gelitten hat. Eine Reihe aufeinanderfolgender Zinserhöhungen der Zentralbank sollten drohende Währungsabwertungen abwehren. Nach einer gewissen Stabilisierung scheint eine Zinssenkung möglich. Das Wirtschaftswachstum ist lebhaft und es herrscht das allgemeine Empfinden, dass sich die jüngsten Wirtschaftsreformen auszahlen. Auf mögliche Auswirkungen der jüngsten Wahlen gehen wir im folgenden ein.

 

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