Die Power, Passion und ergreifende Schönheit des Snow Polo World Cup in St. Moritz entspringt der Vision eines Mannes: Reto Gaudenzi

 

Auf dem hart umkämpften Markt der Luxus-Skiresorts braucht es etwas Besonderes, um sich an der Spitze halten zu können. Von Star-Architekten entworfene Chalets? Gibt es auf jedem Berg. Essen mit Michelin-Standard? Findet man überall. Boutiquen der größten Marken weltweit? Von Aspen bis Zermatt vertreten. Um wirklich einen Eindruck zu hinterlassen, müssen Sie etwas ganz Außergewöhnliches bieten. Sie suchen sich eine Sportart, die sowieso schon ziemlich unmöglich ist, auf dem Rücken von Pferden mit atemberaubender Geschwindigkeit und riesigen Schlägern gespielt wird, und tragen diese dann auf einem zugefrorenen Bergsee aus. Richtig: Um die Nummer Eins zu bleiben, müssen Sie Snow Polo erfinden.

 

Genau das hat Reto Gaudenzi getan und 1985 die Snow Polo-Weltmeisterschaft in St. Moritz ins Leben gerufen. Die Auswirkungen auf das Schweizer Städtchen waren phänomenal. Gaudenzi hatte zwei Beweggründe für seine Entscheidung. Erstens wollte er die große Tradition von St. Moritz fortsetzen und einen neuen Sport erfinden. Auch Bobfahren und das berühmte Cresta-Rennen stammen nämlich von dort. Also verlegte er Polo vom Gras auf einen zugefrorenen See und erfand einen größeren Ball, der extra für das Spielen im Schnee konzipiert war. Zweitens wollte er die Einnahmen seiner Schweizer Heimatstadt erhöhen, indem er eine Lücke im Kalender Ende Januar mit einem Weltklasse-Event füllte. Der Snow Polo World Cup war geboren.

 

„Luxusevents wie der Snow Polo World Cup sind heute der Schlüssel zum Erfolg von Top-Destinationen wie St. Moritz“, sagt Gaudenzi. „Die Urlaubsgewohnheiten haben sich drastisch geändert. Niemand bleibt noch zwei Wochen am gleichen Ort, speziell in diesem Marktsektor.“

 

Die Zahlen geben ihm recht. Je nach Wetter zieht es an den drei Tagen des Schneepolo-Events 15.000 bis 20.000 Zuschauer in die Stadt. Laut seiner letzten Umfrage fließen so jedes Jahr 10 bis 12 Millionen Schweizer Franken (€ 8,7 – 10 Millionen) in die Region. Die finanziellen Verdienste verblassen jedoch im Vergleich zu der unbezahlbaren Werbewirkung des Events. „Als wir die Veranstaltung 1985 ins Leben riefen, hatten wir mehr globale Presse als die zwei Winterolympiaden von St. Moritz zusammen“, sagt Gaudenzi. Für eine Region, in der 68 % der Wirtschaft am Tourismus hängen und St. Moritz allein neun Fünf-Sterne-Hotels und sieben Michelin-Sterne-Restaurants bietet, ist diese Art Publicity essenziell.

 

Fabrizio D'Aloisio, Director of Corporate Communications für St. Moritz, beschreibt es so: „St. Moritz war schon immer ein Vorreiter. Events wie der Snow Polo World Cup haben dem Resort sein Prestige verliehen. Die konsistente Langzeitstrategie der Marke ist einer der Hauptgründe dafür, dass St. Moritz heute der weltweit bekannteste Bergurlaubsort ist.“

 

Durch das erstklassige Profil sind Unternehmenspartnerschaften wie die mit Deutsche Bank Wealth Management möglich. Nicola West, Global Head of Events, Partnerships and Sponsorships bei Deutsche Bank Wealth Management, sagt: "Die Snow Polo World Cup St. Moritz ist eines der prominentesten Sportereignisse der Schweiz und wir sind stolz darauf, auch in diesem Jahr der führende globale Partner zu sein. Die Qualitäten, die sich im hitzigen Wettbewerb unter Null Grad zeigen, passen gut zu den Werten, die wir unseren Kunden vermitteln: Zusammenarbeit, Vorausdenken, Präzision und Zuverlässigkeit."

 

Diese Qualitäten sind auch in der Organisation einer Veranstaltung mit hohem konzeptionellem Anspruch unerlässlich, die ein Budget von etwa 2,5 Millionen Schweizer Franken (€ 2,2 Millionen) und konstante Innovation erfordert. „Technologie ist für uns sehr wichtig“, sagt Gaudenzi. „Wir können mittlerweile zum Beispiele die Eisdicke mit Radar und Wärmebildkameras ermitteln. Auch die Maschinen zur Vorbereitung des Spielfelds sind hochmodern. Dazu gehört auch ein unsinkbarer Ratrak, eine speziell für St. Moritz entworfene Pistenmaschine. Sogar die Infrastruktur ist mit Zelten, Tribünen und anderen Strukturen aus Leichtmetall viel einfacher aufgebaut.“

 

Veranstaltungen wie der Snow Polo World Cup erfordern Vision, rigorose Planung und die neueste Technologie, aber für den Erhalt der internationalen Ausstrahlung von Reisezielen wie St. Moritz sind sie unverzichtbar. Gaudenzi fasst es klar zusammen: „Wir bauen nur für dieses Event eine Stadt auf einem vereisten See. Das Eis ist nur 40 cm dick. Die Atmosphäre ist unglaublich, so etwas lässt sich nur in St. Moritz kreieren. Sie brauchen genau die richtigen Zutaten: den Schnee, die Sonne, die Menschen, die Pferde, die Spannung des Polo. Dann erhalten Sie den perfekten Cocktail.“

 

Colin Ryder ist ein freiberuflicher Schriftsteller, der sich auf Sport und Reisen spezialisiert hat.

 

Bilder von Charlie Dailey, ursprünglich erschienen in der Oktoberausgabe 2018 von WERTE, dem Kundenmagazin von Deutschen Bank Wealth Management, veröffentlicht von Condé Nast.

 

Weitere Informationen zum diesjährigen Snow Polo Weltcup in St. Moritz finden Sie auf der Veranstaltungswebsite. Wie Reto Gaudenzi den Schneepolo-Sport gegründet hat, erfahren Sie in einem weiteren Interview hier.

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