Renditen neu gedacht

Drei Investmentansätze für das Niedrigzinsumfeld

Die Anlageberatung und die Vermögensverwaltung für unsere Kunden werden zunehmend anspruchsvoller. Bei einem Zinsniveau von null oder sogar negativen Zinssätzen tauchen Chancen in Strategien, Regionen oder Sektoren auf, die in der Vergangenheit von den meisten Anlegern kaum beachtet wurden.


Investieren im Niedrigzinsumfeld

Konservative Sparer stehen in unserer Welt niedriger oder sogar negativer Zinssätze vor großen Herausforderungen. Der Aufkauf von Staatsanleihen durch die Zentralbanken hat diese Titel zu einer knappen und teuren Anlage gemacht. Wenn wir von unseren durchschnittlichen Renditeerwartungen ausgehen, erfordert eine nominelle Rendite von 4% heute ein Aktienengagement von 50%. Vor wenigen Jahren lag der durchschnittliche Aktienanteil für dieselbe Rendite nur halb so hoch. Höhere Aktienengagements bringen zugleich ein höheres Verlustpotenzial mit sich.

 

Die Absicherung dieser Risiken ist für Anleger im gegenwärtigen Marktumfeld äußerst wertvoll. Sie können damit das Risiko fallender Aktienmärkte absichern (unser Risk Return Engineering) oder die höhere Verzinsung ihrer Kreditvergabekosten oder Anleihenportfolios mithilfe von Zins-Swaps ausgleichen (unser IRS-Angebot).

 

Core- und Satellitenanlagen

Im einfachsten Fall bedeutet dies eine Kombination der Core-Anlagen des Portfolios (meist Cash, Anleihen und Aktien großer Unternehmen) mit Satellitenanlagen. Bei den Satellitenanlagen handelt es sich vor allem um Nischenprodukte mit höherem Risiko. Ziel ist ein Portfolio, das kostengünstige, einen Index nachbildende ETFs (mit entsprechendem Exposure in Schlüsselindizes) mit alternativen Strategien verbindet, deren Renditen keine Korrelation zu diesen Indizes aufweisen.

 

Möglich ist auch, bei den Satellitenanlagen zugunsten eines höheren Ertragspotenzials eine gewisse Illiquidität in Kauf zu nehmen, während man im Core-Segment diversifiziert und liquide bleibt. Es kann sich absolut lohnen, wesentliche Themen, illiquide Anlagen und unkorrelierte Strategien als Ergänzung zu den eher traditionellen Anlagen aufzunehmen.

 

Diversifizierung muss sein

Chancen eröffnen sich heute zunehmend in Nischenanlageklassen (wie Schwellenländeranleihen), in Sektoren, die vielleicht im Inland weniger vertreten sind (etwa Technologiewerte für europäische Investoren) oder in verschiedenen Unterklassen (wie Hybridpapieren europäischer Unternehmensanleihen).

 

Anleger sollten sich ohnehin nicht nur auf inländische Investitionen konzentrieren. Diversifizierung bringt heute auch Wechselkursrisiken mit sich, wobei sich Herausforderungen und Chancen die Waage halten. Wechselkurse können die Risiken einer Anlage multiplizieren (vor allem im Bereich festverzinslicher Anlagen) oder als alternative Diversifizierungsquelle wertvolle Beiträge leisten. Dies gilt vor allem für Aktien. Ein Beispiel ist die Outperformance des britischen Aktienmarktes nach dem Brexit, als die britische Währung abwertete. Das günstigere Pfund bedeutete für Exporteure höhere Gewinne und kam auch dem Aktienmarkt zugute.

 

Unsere Berater helfen Ihnen gern, die Risiken und Chancen von Fremdwährungsanlagen zu sondieren und Lösungen zu finden, die Ihren persönlichen Anlagebedürfnissen entsprechen.