Öl steigt nach Nachfrage- & Lagerbestandsdaten

Der Ölpreis stieg diese Woche weiter an und fand Unterstützung in der Nähe des 200-Tage-Durchschnitts.

Der Ölpreis stieg diese Woche weiter an. Nach einer Schwächeperiode in der Vorwoche liegt er nun wieder deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt.

 

Der Ölpreis wurde durch einen Monatsbericht der OPEC* nach oben geschoben, in dem die Prognose für die Ölnachfrage um 230 Tsd. Fass pro Tag auf 33 Mio. Fass pro Tag angehoben wurde. Dies war damit der dritte aufeinanderfolgende Monat, in dem durch die OPEC die Prognose der Ölnachfrage für 2018 angehoben wurde.

 

Der Bericht deutet den Rückgang der Öllagerbestände auch als Ergebnis der Vereinbarung der OPEC-Mitglieder zu Produktionskürzungen in einem Umfang von 1,2 Mio. Fass pro Tag bei zusätzlichen Kürzungen von 600 Tsd. Fass pro Tag von Nicht-OPEC Mitgliedern (in erster Linie Russland).

 

Bei den jüngsten OPEC-Produktionsdaten wird geschätzt, dass die OPEC- Mitglieder zu etwa 98% die Produktionsvereinbarungen einhalten. Die Marktteilnehmer werden auf Anzeichen achten, inwieweit die OPEC-Teilnehmer die Kürzungsvereinbarungen über den März 2018 hinaus verlängern oder zu diesem Zeitpunkt beenden wollen.

 


„Kurzfristig dürften weiter die Nachrichten zu einer möglichen Verlängerung der Kürzungsvereinbarung der OPEC und die US-Ölproduktionsdaten den Ölpreis treiben.“

 

Längerfristig erwarten wir den Ölpreis bei den aktuellen Niveaus, da eine Zunahme des US-Angebots mögliche Ölpreisanstiege bremsen sollte. Unser 12-Monatsziel liegt bei 50 US-Dollar pro Fass für die Sorte WTI.

 

Der Goldpreis ging diese Woche leicht zurück, als das Protokoll der geldpolitischen Sitzung der Fed andeutete, dass die Fed auf dem Pfad der geldpolitischen Normalisierung voranschreiten und auf der Sitzung im Dezember eine weitere Anhebung ihres Leitzinses vornehmen will. Unser 12-Monatsziel für Gold liegt bei 1.300 US-Dollar pro Feinunze.

 


Ölpreis (WTI**) und gleitender 200-Tage-Durchschnitt 

*OPEC. Organisation Erdöl exportierender Länder **WTI: US-Rohöl Quelle: Thomson Reuters, Deutsche Bank AG. Stand: 10. Oktober 2017

Markus Müller
Global Head
CIO Office
Quelle: CIO Bulletin, 13. Oktober 2017