Unternehmensanleihen in Asien

Die Inflation bleibt gering und die Schwellenlänger können sich auf wachstumsfördernde Politikmaßnahmen konzentrieren – wie es Indien gerade getan hat.

Innerhalb der internationalen Rentenmärkte bevorzugen wir Anleihen aus Schwellenländern und Asien. Die Renditeabstände der Anleihen aus Schwellenländern sollten niedrig bleiben und sich bei einem erwarteten moderaten Renditeanstieg von Staatsanleihen in den entwickelten Märkten sogar weiter verringern. Wir erwarten einen Renditeanstieg 10-jähriger US-Staatsanleihen von aktuell 2,3% auf 2,6% bis Juni 2018.

 

Nach enttäuschenden Jahren, in denen das Wachstum der Schwellen-länder durch eine Reihe von Faktoren nach unten gezogen wurde, gehen wir 2017 von einer im Vergleich zu 2016 anziehenden Konjunktur aus.

 

„Unsere Einschätzung ähnelt der des Internationalen Währungsfonds (IWF), der in einer Reihe von Volkswirtschaften Asiens von einer moderaten Konjunkturerholung ausgeht.“

 

Die Inflation bleibt gering und die Schwellenlänger können sich auf wachstumsfördernde Politikmaßnahmen konzentrieren. Ein Beispiel dafür ist Indien. Die Inflation verlangsamte sich im Juni auf 1,54% gg. Vj. Die Nahrungsmittelpreise lagen um 2,1% unter denen des Vorjahres. Die Kerninflation (ohne Nahrungsmittel, Benzin und Transportkosten) wurden mit 4,2% gg. Vj. veröffentlicht. Die niedrige Inflation ermöglichte der indischen Zentralbank diese Woche eine Leitzinssenkung.

 

Der Renditeabstand von Anleihen der Schwellenländer liegt unter dem  historischen Durchschnitt und immer noch 100 Basispunkte über den Rekordtiefs der Jahre 2005-2007 vor der großen Rezession 2008-2009.

 

Da die Zinsen in Schwellenländern im Vergleich zu den entwickelten Märkten weiter hoch sind, gehen wir auf Sicht von 12 Monaten weiter von einer besseren Wertentwicklung als in anderen wichtigen Anleihemarktsegmenten aus.

Quelle: Bloomberg Finance L P, Deutsche Bank AG.
Stand: 2. August 2017.

Markus Müller
Global Head

CIO Office

Quelle: CIO Bulletin, 4. August 2017