US-Dollar leidet unter Streit bei den Republikanern

Streit bei den Republikanern belastet den USD und der EUR stieg, als Carles Puigdemont, der Präsident der Regionalregierung Kataloniens, die Unabhängigkeitserklärung verschob.

Ausgehend von dem Höchststand gegenüber Euro seit dem 25. Juli (1,17) schwächte sich der US-Dollar im Verlauf der Woche ab.

 

Der Euro konnte im Wochenverlauf zulegen, als der Regionalpräsident von Katalonien, Charles Puigdemont, von der Erklärung der Unabhängigkeit von Spanien abrückte und eine temporäre Aussetzung der Ergebnisse des Unabhängigkeitsreferendums vom 1. Oktober ankündigte.

 

Während die Lage in Katalonien angespannt bleibt, gehen wir davon aus, dass es der Region und Spanien am Ende gelingen wird einen für beide Seiten annehmbaren Kompromiss zu finden, dies sollte wiederum dazu führen, dass Katalonien Teil Spaniens bleibt. 

 

Auch der öffentliche Austausch von Beleidigungen der republikanischen Parteimitglieder Präsident Trump und Senator Corker lastete auf dem US-Dollar und nährte Ängste, ob die Partei in der Lage ist, nach dem Scheitern eines Ersatzes für Obamacare eine Steuerreform auf den Weg zu bringen.

 

„Trotz negativer Schlagzeilen und fehlenden Details bezüglich der letzten Steuervorschläge gehen wir jedoch davon aus, dass es am Ende zu einer Steuerreform im 1. Halbjahr 2018 kommt, was den US-Dollar unterstützen würde.“


Längerfristig dürften Zinsunterschiede und stärkere Wirtschaftsdaten dem US-Dollar vom gegenwärtigen Niveau aus Unterstützung geben. Unser 12-Monatsziel liegt bei 1,10 EUR/USD.


Mit dem Beginn Premier Abe‘s Kampagne zur anstehende Unterhauswahl in Japan zeigte sich der Yen im Wochenverlauf unverändert. Abe kündigte an zurückzutreten, sollte seine Partei (LDP) und deren Koalitionspartner bei der Wahl am 22. Oktober keine Mehrheit erringen können. Unsere 12-Monatsprognose lautet 115 USD/JPY.



EUR/USD-Wechselkurs in diesem Jahr

Quelle: Thomson Reuters, Deutsche Bank AG. Stand: 5. Oktober 2017.

Stéphane Junod
CIO EMEA
Quelle: CIO Bulletin, 13. Oktober 2017