Britisches Pfund und US-Dollar etwas fester

Über den Erwartungen liegende Inflationsdaten und ein merklich restriktiverer Tenor der Bank of England haben den Kurs des britischen Pfunds angetrieben.

Die bemerkenswerteste Bewegung am Devisenmarkt in der letzten Woche war die Aufwärtsbewegung des britischen Pfundes nach der Bekanntgabe höherer Verbraucherpreisdaten für August und dem restriktiver als erwartet klingenden Tenor im Meeting-Protokoll des geldpolitischen Komitees der Bank of England am Donnerstag.

 

Als Reaktion darauf zog der „Cable“ genannte Pfundkurs gegenüber dem US-Dollar bis zum 14. September auf über 1,33 GBP/USD an, da sich die Erwartung einer Leitzinsanhebung seitens der Bank of England verfestigten.
 

„Gegenüber dem Euro stieg das britische Pfund bis zum gleichen Zeitpunkt um 2,4% auf 1,12 GPB/EUR an, was seit Mitte August einen Anstieg von 4,2% bedeutet.“

 

Auch der US-Dollar fand wieder zu einem Teil seiner alten Stärke zurück, teils Dank einer Interims-Vereinbarung, welche die Anhebung der US-Schuldenobergrenze und damit ein Weiterfunktionieren des US-Administration bis Dezember ermöglich, dem Zeitpunkt, an dem eine neue Vereinbarung über die Anhebung der Schuldengrenze gefunden werden muss. Zusätzlich sorgten besser als erwartet ausgefallene Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und am 14. September leicht über den Schätzungen liegende (aber immer noch niedrige) Inflationsdaten für zunehmendes Vertrauen in die US-Ökonomie und ließen eine US-Leitzinserhöhung im Dezember etwas wahrscheinlicher werden.

 

Als Reaktion ging der Euro-US-Dollar-Wechselkurs von 1,20 am 8. September auf rund 1,18 EUR/USD am 14. September zurück.

 

Der Schweizer Franken konnte sich nach dem von der Schweizerischen Nationalbank am 15. September leicht angehobenen Inflationsausblick für die Schweiz auf dem jüngst erreichten Niveau von 1,14 EUR/CHF behaupten.


Britisches Pfund versus Euro und US-Dollar

Quelle: Thomson Reuters, Deutsche Bank AG. Stand: 15. September 2017.

Stéphane Junod
CIO EMEA
Quelle: CIO Bulletin, September 15. 2017